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Pflege Tipps
Tipps zur Pflege von Kakteen und anderen Sukkulenten.

Ob Sie nun Kakteen oder andere Sukkulente schon haben oder sich neu anschaffen wollen diese Infos könnten nützlich sein.
Diese Infos basieren hauptsächlich auf unsere Erfahrung, die recht bescheiden ist, mit Kakteen und Sukkulente in Jordanien. Sie werden nach bestem Wissen und Gewissen geschildert und trotzdem kann hierfür keine Haftung übernommen werden. Schadenersatzansprüche jeglicher Art sind grundsätzlich ausgeschlossen.

Am Anfang……
Sie haben sich entschieden einen Kaktus zu kaufen oder Sie haben einen Kaktus geschenkt bekommen.

Die gesunde Pflanze.
Sie sollte ein gesundes grün (oder eine ihrer Art typische Farbe) haben ohne gelbe, rote oder braune flecken und alte oder neue Verletzungen.
Untersuchen Sie die Pflanze genau nach Ungezieferbefall.
Sie sollte einen Ihrer Größe entsprechenden Topf haben der mit Körnigem lockerem Substrat gefüllt ist. Mit etwas Glück ist es eine etwas mineralische Mischung von verschiedenen Substanzen. Einheitserde, Quarz, Perlit, Zeolith, Sand, Perlit, Ton etc. können in der Mischung enthalten sein.
Das Substrat sollte einen frischen angenehmen Geruch haben.
Wenn gerade die Wachstumszeit der pflanze ist dann sollte am Scheitel neues Wachstum zu sehen sein. Neue gesunde Dornen sind immer ein gutes Zeichen von gesundem Wachstum.

Transport.
Transportieren Sie Ihre Pflanze wenn möglich in einer Papierverpackung damit Wetter und Sonne ihr auf dem Transport nicht schaden können.

Am Ziel angekommen.
Ist es Ihre erste Pflanze? Wunderbar! Suchen Sie einfach einen passenden Platz um sie hinzustellen. Falls Sie schon andere Pflanzen haben dann ist es gut die neue Pflanze erst mal zu isolieren um sicher zu gehen dass keine ungebetenen Gäste in Form von Pilzen, Schädlingen oder Krankheitskeimen mit eingeschleppt wurden.
Die Erfahrung hat uns gelehrt dass das keine Ausnahme ist sondern leider eher die Regel.
Die nächsten Tage sollte man die Pflanze genau beobachten. Ist alles in Ordnung dann kann man anfangen sie mit Wasser in Zimmertemperatur leicht täglich zu besprühen.Voraussetzung dafür ist natürlich dass die pflanze sich nicht in ihrer Ruhe-Phase befindet.Man begnügt sich mit besprühen die nächsten 7-10 Tage danach kann man anfangen sehr sparsam zu gießen. Die Pflanze sollte so eine gute Chance bekommen damit sie den Transport und den Standortwechsel gut übersteht. Verletzungen die während des Transports entstanden können so in ruhe ausheilen.

Plazieren einer Pflanze.
Es ist sehr wichtig dass die Pflanze einen für sie passenden Platz bekommt. Die meisten Kakteen, sukkulente Pflanzen und Lebende Steine (Lithops) sind sehr lichthungrige Pflanzen. Direkte Morgen oder Nachmittag Sonne werden gut toleriert im Allgemeinen. Mittags ist die Sonne hier in Jordanien zu stark für viele Arten so dass eine Beschattung über die Mittagszeit bzw. ein Standort der vor Mittagssonne schützt in den meisten Fällen vorzuziehen ist.
Viele Kakteen können das ganze Jahr in Jordanien draußen stehen solange für guten Regenschutz gesorgt wird und sie etwas vor kaltem Wind geschützt sind. Eine nach Osten-Süden gerichtete Wand kann eine ideale Voraussetzung für eine gute Überwinterung im Freien sein solange man den Regenschutz nicht vergisst. Die Temperaturen gehen nur selten unter 0 grad Celsius und dann nur für kurze zeit.
Empfindliche Arten sollten im Haus überwintert werden. Eine einfache Art Kakteen vor tiefen Temperaturen zu schützen, für kurze Zeit, ist mit einfachen Polyestern Boxen. Die Pflanzen kommen in eine box rein und die zweite wird einfach drüber gestülpt, den Regenschutz nicht vergessen.

Gießen.
Von Ende November bis Anfang März sollten die meisten Kakteen ihre Winterruhe bekommen. In dieser Zeit sollten sie bei Temperaturen von 5-15 grad Celsius durchschnittlich stehen. Temperaturen die kurzfristig etwas tiefer liegen bis zu 0 grad Celsius werden von den meisten Arten gut vertragen.
Anfang März, wie das Wetter wärmer wird, werden die Pflanzen mit etwas warmem Wasser besprüht.
Das wird alle 3 Tagen wiederholt 3-4mal insgesamt.
Danach werden die pflanzen vorsichtig mit der Dusche abgespült an einem warmen Tag morgens so dass die Pflanzen bis abends wieder gut abgetrocknet sind.
Dann warten wir an die 10 Tage und fangen nun an alle 7-10 Tage zu gießen. Wichtig ist dass das Substrat vollkommen austrocknen kann bevor erneut gegossen wird.
Von Juni, Juli, August bis zum September wird ein bis zweimal in der Woche am späten Nachmittag gegossen.
Im September fangen wir an die Gieß-Abstände zu Vergrößern. Erst alle 10 Tage und dann alle 14 tage bis dann gegen ende November das gießen ganz eingestellt wird.
Die meisten Sukkulente Pflanzen werden ähnlich wie die Kakteen gegossen. Eine einfache Hilfe ist sich die Pflanze anzuschauen. Je mehr Blätter sie hat desto weniger sollten sie wie ein Kaktus behandelt wird.
Auch wie die Überwinterung sein soll kann sehr unterschiedlich sein.

Lithops.
Lithops (lebende Steine) werden bei uns so gegossen wie Kakteen. Man sollte mit dem gießen warten bis Lithops ihre neue Blätter bekommen haben.

Hoya.
Hoyas sind Pflanzen mit leicht sukkulenten Blättern. Sie sollten im Sommer in einem Abstand von 3-7 Tagen gegossen werden und im Winter alle 7-14 Tagen. Ausschlagend ist die Höhe der Temperaturen. Je heißer das Wetter desto mehr Wasser brauchen Hoyas. Ein tägliches besprühen mit Wasser in Zimmertemperatur während der Sommermonate ist von großem Vorteil. Hoyas brauchen viel Licht sollten jedoch vor der Mittagssonne geschützt sein. Im Frühjahr und Sommer werden bei uns die Hoyas regelmäßig jedoch nicht zu stark gedüngt. Einige Hoya Arten reagieren sehr empfindlich auf niedrige Temperaturen.

Tipp!
Hoyas sollten so selten wie möglich umgetopft werden und dann in verhältnismäßig kleine Töpfe. Mehr Tipps sind in der Foto Galerie zu finden.

Vergessen Sie bitte nicht dass wir keine Experten sind und wir nur von unseren persönlichen Erfahrungen mit Pflanzen in Jordanien berichten können.

Substrat.
Wir mixen unsere Pflanzenerden selbst. Die Mischung wird den Bedürfnissen jeder Pflanze angepasst. Die Grundmischung besteht aus Torf, feinen Kokosfasern und sauberem Quarzsand.Im Verhältnis zu: 35%+35%+30%. Nun wird unserer Erfahrung gemäß beigemischt.
Zum beimischen werden: Bims, Perlit, Lavagrus, gebrochener Blähton, Vermiculit, Zeolith, Marmorspliter, Kies, Ton, Kompost und natürlich .Einheitserde benutzt.Je jünger die Pflanze und kleiner der Topf desto feiner strukturiert sollte die Pflanzerde sein.
Aussaaten keimen gut in Mischungen von 50%torf und 50% Quarzsand. Hoyas werden bei uns in guter Einheitserde die mit etwas Kompost angereichert ist gepflanzt. Es werden 10%Perlit dazugemischt.

Umtopfen.
Wenn man merkt dass die wurzeln den ganzen Topf ausgefüllt haben vielleicht sogar unten aus den Abflusslöchern herauswachsen dann ist es an der Zeit die Pflanze umzutopfen.
Man warte ab bis das Substrat abgetrocknet ist damit es sich leicht von dem Topfrand löst.
Mit der rechten Hand wird der Topf gehalten und leicht an einer Kante geklopft bis sich das Substrat vom Topfrand gelöst hat dann lässt man die Pflanze sachte in die linke Hand rutschen. Im Falle von bedornten oder bestachelten Pflanzen sollte man die linke mit einem Handschuh oder einer Zeitung schützen. Ist der Topf aus Plastik dann sollte das Umtopfen recht problemlos vor sich gehen.
Bei großen Pflanzen die man schlecht in einer Hand halten kann sollte man sich besser helfen lassen damit die Pflanze keinen schaden nimmt.
Eine weitere Möglichkeit bei großen Pflanzen ist sie im liegen auszutopfen und einzutopfen.
Im Falle von Tontöpfen kann passieren dass man den Topf zerschlagen muss um die Pflanze unbeschädigt auspflanzen zu können.
Gut ist es so viel wie möglich von der alten Erde aus den wurzeln zu entfernen ohne sie zu beschädigen. Dabei sollte man die Wurzeln nach Faulstellen und nach Parasiten untersuchen.Faulstellen sollten mit einem sauberen scharfen Messer ausgeschnitten werden, im Fall von Parasiten sollte man sich im Fachhandel erkundigen was zu machen ist.Es ist gut die Pflanze nun für einen Tag auf einer trockenen Zeitung liegen zu lassen wogegen man sie 3-4 Tage liegen lässt wenn die Wurzeln ausgeschnitten und gekürzt wurden.
Bei allen Sukkulenten ist es sehr wichtig dass Verletzungen Zeit bekommen gut auszutrocknen sonst ist die Gefahr von Fäulnis groß. Das Einpudern der gekürzten Wurzeln mit Kohlepulver kann auch hilfreich sein um Infektionen vorzubeugen. Nun nimmt man einen etwas größeren Topf und streut eine Schicht Kies oder Tonscherben rein dann kann man die Pflanze mit dem neuen Substrat eintopfen. Zum Eintopfen hält man die Pflanze wieder in der linken Hand so platziert dass sie in der Mitte vom Topf ist und mit der rechten hand füllt man das Substrat ein bis zum Gießrand. Das Substrat sollte leicht angedrückt werden. Den Topf leicht mit dem Boden anschlagen damit das Substrat in alle Fugen geht und nochmals leicht andrücken.

Tipp!
Töpfe sollten nie zu groß gewählt werden. Wenn die Pflanze z.B. in einem 6 cm Topf stand dann sollte man einen 8 cm Topf zum umtopfen benutzen.

Tipp!
Es ist immer gut Pflanzen zu kaufen wo die Familienzugehörigkeit und der Name bekannt sind. Die Pflegeansprüche der Pflanzen können sehr unterschiedlich sein selbst wenn sie zur selben Familie gehören.

Tipp!
Eine neu eingetopfte sukkulente Pflanze sollte nicht gegossen werden in den ersten Tagen. Man behandle sie wie eine neu gekaufte Pflanze.

Schädlinge.
Richtig gepflegte sukkulente Pflanzen sollten kaum Probleme bekommen mit Schädlingen. In regelmäßigen Abständen sollte man die Pflanzen untersuchen um jeglichen Befall so früh wie möglich festzustellen. Sollte ein Befall feststellbar sein dann kann man sich in Fachgeschäften erkundigen was das richtige Mittel ist. Wichtig ist den Namen und Standort der Pflanze anzugeben, vielleicht sogar die Pflanze mitnehmen damit der Befall sicher erkannt wird. Man kann sich auch über nicht chemische Alternativen im Internet oder Schriften informieren und diese erst mal ausprobieren bevor man zur Chemie greift.
Je gesünder eine Pflanze umso weniger anfällig ist sie.

Sonnenbrand.
Kakteen können einen schweren Sonnenbrand hier Jordanien erleiden wenn Sie am falschen Platz stehen oder ohne Eingewöhnungszeit den Platz gewechselt bekommen. Die Pflanzen wechseln ihre Farbe von grün auf gelb dann rot um zum Schluss braun zu werden an den Stellen wo die Sonnenstrahlen sie treffen. Das Gewebe kann an diesen Stellen ganz verkorken. Vergessen sie nicht Ihre Pflanzen immer von allen Seiten zu untersuchen vor allem die dem Glass zugewandten. Je früher man einen Sonnenbrand entdeckt umso höher ist die Chance dass sich die Pflanze erholen kann ohne sichtbaren schaden. Bei den ersten Anzeichen einer gelben oder rötlichen Färbung der Pflanzen Epidermis sollte man die Pflanzen an einen schattigen Platz stellen bis sie sich wieder erholt haben und ihre Arttypische Farbe wieder erlangt haben. Viele Pflanzen können nach einer vorsichtigen Eingewöhnungszeit an recht sonnenreiche Standorte stehen. Man schattiert die Pflanzen jeden tag ein bisschen weniger bis sie sich an den neuen Standort gewöhnt haben. Ein leichter Stoff oder eine Zeitung kann als Abschattung in der Eingewöhnungsphase dienen.

Fäulnis.
An gesund aussehenden Kakteen kann man manchmal anfangs kleine faulende Stellen entdecken die oft and der Basis sind.
In solchen Fällen ist es nützlich die Pflanze aus ihren Topf zu nehmen die Wurzeln zu untersuchen und sie wenn auch dort Fäulnis sein sollte zu kürzen. Die faulen Stellen am Kakteenkörper probiert man auszuschneiden bis ins gesunde Gewebe rein. Ist der Befall fortgeschritten dann kann man probieren vielleicht noch einen Ableger durch Schnitt zu bekommen. (Man behandle die pflanze wie eine neu gekaufte oder umgetopfte Pflanze.) Das Messer sollte vor jedem Schnitt in einer Alkohollösung getunkt werden. Die Pflanze sollte auch nach dem Ausschneiden isoliert werden bis man sicher ist dass sie gesund ist und normales Wachstum zeigt. In Fachgeschäften gibt es Mittel die hilfreich sein können. Am wichtigsten ist wohl die richtige Haltung denn sie dient als die beste Vorbeugung. Feuchtkalter Stand, zu wenig Licht, zuviel Wasser, geringe Belüftung, zu eng gestellt, Substrat nicht genügend drainiert etc. sind alles Gründe die zu einer Pilzinfektion führen können.
Alles was in Berührung kam mit der infizierten Pflanze muss sorgfältig desinfiziert werden.
Will man probieren sich durch Schnitt einen Steckling zu machen von einer von Fäulnis befallenen Pflanze dann sollte man etwas höher als die Befallsstelle mit dem Schnitt ansetzen. Sind die Leitbündel des neuen Stecklings in gesunder weiß gelblicher Farbe dann kann man davon ausgehen dass man einen gesunden Steckling bekommt. Im falle dass braune punkte oder sonstige Verfärbungen zu sehen sind muss man noch mal kürzen. (Nicht vergessen das Messer vor jedem Schnitt zu desinfizieren.)
Dieser Steckling wird nun einfach ein paar Tage zum trocknen gelegt und dann kann man ihn in ein Gefäß mit Sand oder Perlit stellen bis er Wurzeln schlägt. Danach wird der Steckling in etwas Substrat eingepflanzt und erst nach mehreren Tagen kann man ihn gießen.

Tipp!
Bei Kauf von Pflanzen sollte man sehr vorsichtig sein um nicht infizierte Pflanzen zu kaufen. Eine Pflanze die keinen guten halt im Topf hat durch ihre Wurzeln ist auch zu meiden.

Tipp!
Manche Kakteen und auch andere Sukkulente verkorken am unteren Ende wenn sie älter werden. Das ist eine normale Alterserscheinung.

Die Aussaat.
Samen von Kakteen haben ganz verschiede Formen und Farben und Größe. Das Substrat sollte eine Tages Temperatur von 18-25 grad Celsius haben. Nachts kann es etwas abkühlen. Das entspricht den Tag Temperaturen in Jordanien im Frühjahr und Herbst. Wir säen lieber im Frühjahr so dass die Pflanzen in die warme Jahreszeit hineinwachsen und bis zum Winter etwas ausreifen können damit sie kühl und trocken überwintern.
Die meisten Samen brauchen an die 2 Wochen um zu keimen. Es gibt jedoch welche die schon in ein paar Tagen keimen wie Astrophytum und andere die Monate brauchen wie Opuntia.
Wir benützen eine Mischung von 50% Torf und 50% nicht zu feinem Quarzsand als Saat Substrat.
Die Samen werden mit einer dünnen Schicht Quarzsand abgedeckt. Substrat und Töpfe sollten steril sein. Wir benützen die Dampfmethode. Wir wollen nur das aussäen von kleinen Mengen von Samen beschreiben mit einer ganz einfachen Methode der jeder folgen kann. Bei wenigen Samen sollte man jede Art in ein eigenes Töpfchen aussäen. Wichtig ist dass das Töpfchen Öffnungen am Boden hat.

Tipp!
Wichtig ist auch den Namen nicht zu vergessen an das Töpfchen zu schreiben da man später oft nur sehr schwer erkennen kann was für eine Kaktee das sein soll.

Man füllt das Substrat bis auf 1-2 Zentimeter unter den Topfrand glättet es und drückt es leicht an. Es gibt Mittel (beizen) die den Samen vor Pilzinfektionen schützen können wie zb. Aatiram und andere. Auskunft bekommt man in Fachgeschäften oder im Internet.
Nun wird der Samen gleichmäßig verteilt und dann eine sehr dünne schicht Quarzsand darüber gestreut. Kakteensamen sind Lichtkeimer. Die dünne Schicht von Quarzsand beschützt die Samen und lässt trotzdem das Licht durch.
Die Töpfchen werden nun in eine Wanne mit Wasser gestellt bis sich das Substrat vollgesaugt hat und der Quarzsand sich dunkler färbt. Dann lässt man sie abtropfen und stellt sie in eine klare Ofen Tüte (die man auch zum Fleischgaren benutzen kann). Die verschlossen wird. So hat man nun ein mini Gewächshaus. Jetzt sollten sie an einen warmen aber nicht sonnigen Platz gestellt werden. Wenn alles gut geht braucht man nichts zu machen außer zu beobachten bis die Kakteelis ihre ersten Dörnchen haben. Dann sollte man anfangen mit dem Lüften und die Angewöhnung an das normale Außenklima das Etappenweise über längere Zeit vor sich geht.
Solange die Plastiktüte geschlossen ist braucht man nicht zu gießen. (Wassertropfen die sich innen an ihr sammeln können sollten sachte mit klopfen entfernt werden.)
Wenn jedoch die Zeit gekommen ist mit Abhärten und Lüften dann muss man langsam mit Gießen anfangen.
Am einfachsten ist die Töpfchen einfach dann wieder in Wasser zu stellen bis sich das Substrat vollgesaugt hat. In der Anfangszeit sollte das Substrat nicht ganz austrocknen zwischendrin aber auch nicht zu oft gewässert werden da sonst Gefahr besteht dass die Pflänzchen faulen.
Eine gute Vorbeugung gegen Pilzbefall ist wenn man Chinosol dem Wasser beimengt mit dem man die Sämlinge gießt bis sie etwas älter und abgehärtet sind. Das Gießwasser sollte immer Zimmertemperatur haben. Wenn die Kakteen nun ihre ersten Dornen haben und zu eng stehen dann sollten sie vereinzelt werden. Man kann sie einzeln in kleine Töpfe oder auch zu mehreren in Schalen pikieren, man sollte jedoch die Namensgebung nicht vergessen. Dem Substrat kann nun etwas Einheitserde beigefügt werden und etwas Perlit aber es muss noch recht fein sein und auch steril da die Wurzeln noch sehr klein und empfindlich sind. Man vereinzelt sie vorsichtig damit keine Wurzelschäden entstehen und pflanzt sie nur so tief wie sie auch vorher standen in das neue Gefäß. Es wird erst nach mehreren Tagen gegossen. Wir gießen erst nach 10 bis 14 Tagen.

Lithops!
Lithopssamen keimt sehr schön. Lithopsämlinge sind jedoch sehr empfindlich daher sollte man probieren die Samen zu distanzieren so dass man möglichst spät pikieren muss. Es ist oft besser einfach ein paar Sämlinge dazwischen auszurupfen statt zu pikieren wenn sie doch zu eng stehen sollten. Man kann auch in mini Töpfchen nur 2-3 Samen aussäen was jedoch nicht leicht ist da der Samen oft sehr fein ist.Mit den Wassergaben sollte man sehr vorsichtig sein. Wenn Lithops gerade neue Blätter bekommen sollte man warten bis sie sichtbar sind.

Probleme die bei der Aussaat entstehen können.

Saat keimt nicht:
Zu kalt.
Direkte Sonneneinstrahlung hat das Substrat soweit erhitzt dass der Samen kaputt ging.
Substrat zu trocken.
Substrat zu nass da schlechte Drainage.
Samen nicht gut.
Samen durch Pilzinfektion zerstört. (Man rieche am Substrat, muffliger, fauler Geruch = Pilzbefall.

Saat keimt ungleichmäßig:
Gleiche Samen keimen nicht alle zusammen in derselben Zeit, manche keimen schneller manche langsamer. Das ist normal, die Pflanzen haben so eine erhöhte Überlebenschance in der freien Natur.

Samen keimen nicht oder schlecht.
und haben einen Spinnennetzartiges Gewebe um sich. Das ist Pilz und man sollte die Stellen vorsichtig entfernen und gut Lüften. Wenn das bei ganz jungen Sämlingen passiert dann lässt man die Ofen tüten jeden tag länger offen und schließt sie nur über Nacht, man probiert sie so schnell wie möglich abzuhärten…..Eine stark infizierte Aussaat könnte verloren gehen. Auch dafür gibt es Hilfe in Fachgeschäften was jedoch kaum rentabel ist bei kleinen Aussaaten.
Bei der Aussaat auf äußerster Sauberkeit achten.

Sämlinge werden lang und dünn.
wenn nichts gemacht wird dann werden sie so schwach dass sie umfallen: zu wenig Licht.Man gewöhne sie langsam an mehr Licht.

Der Sämlingshals fault.
Zu viel Wasser und Pilzbefall. Man entferne die betroffenen Sämlinge, gieße weniger und achte auf die Belüftung.

Sämlinge werden rötlich - gelb in der Farbe.
Sonnenbrand. Sämlinge reagieren sehr empfindlich auf direkte Sonneneinwirkung sie müssen sehr langsam angewöhnt werden.

Tipp!
Beim Aussäen von Kakteesamen sollte man immer dran denken dass man es mit stark sukkulenten langsam wachsenden Pflanzen zu tun hat die viel licht und im Verhältnis zu anderen Pflanzenarten wenig Wasser brauchen.

Samen von anderen Sukkulenten.
Die meisten Samen von anderen Sukkulenten werden auch wie oben beschrieben bei uns ausgesät. Doch sind sie oft schneller wachsend und müssen schneller pikiert und vereinzelt werden als Kakteensämlinge. Ihre Wasser Ansprüche sind meistens höher.

Tipp!
Manche Samen vertragen das Klima nicht oder brauchen eine bestimmte Höhe über dem Meeresspiegel um zu keimen oder auch bestimmte Bedingungen die nicht erfüllt sind.Man informiere sich genau über die Kakteenart bevor man sie aussät und man besorge sich Samen nur von sicheren Quellen die für Qualität und auch Artreinheit bürgen.

Wir wünschen viel Erfog ……………….
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